http://www.kaba.ch/en/autocomplete.jsp

Sekundenschnelles Handeln gefordert

In einer psychiatrischen Klinik sind unvorhersehbare Ereignisse an der Tagesordnung. Die plötzliche Verhaltensänderung eines Patienten kann ihn selber oder die Menschen in seinem unmittelbaren Umfeld in Gefahr bringen. Entscheidend ist, dass die verantwortlichen Pflegepersonen sofort handeln können.

Spezialwünsche kein Problem

Die Klinik Sonnenhof hat sich mit Kaba exos 9300 für eine bewährte Lösung entschieden. Diese schliesst mit der Beschlagslösung Kaba elolegic c-lever und mit Kaba CardLink ausgestattete Standalone-Türen in den älteren Gebäuden mit ein. Die folgenden Ansprüche einer psychiatrischen Klinik wurden erfüllt:

  • Komplexe Programmierung für höchste Flexibilität bei situativ erforderlichen Ver- und Entriegelungen von einzelnen Gebäude- und Etagenbereichen.
  • Via Zentrale manuell freischaltbare Türen, damit die dezentrale Freischaltung der Ausgänge in Notfällen überprüft werden kann.
  • Spezielle Brandschutzlösung, damit die Sicherheit der Patienten auch bei Feueralarm gewährleistet bleibt.

Der junge Mann fühlt sich nicht gut. Noch vor ein paar Minuten zeigte er keine aussergewöhnliche Verhaltensweise. Doch ganz plötzlich nimmt er die Geste eines Mitbewohners als Bedrohung wahr. Er rastet aus, beginnt zu toben, rennt zur Tür des Wohnbereichs, will raus, nur raus. Doch einer der Betreuer hat die Eskalation kommen sehen und reagiert. Innert Sekunden steht er an der Tür und verriegelt mit dem Schlüssel den Wohnbereich. Seine Kolleginnen und Kollegen kümmern sich um den jungen Mann und die übrigen Bewohner, die den Ausbruch verfolgt haben. Allmählich entspannt sich die Situation. Die Wohngemeinschaft kehrt zu ihrem regulären Tagesablauf zurück.

Die Klinik Sonnenhof steht für ein ganzheitliches Therapieangebot

Kritische Momente wie dieser sind in der Klinik Sonnenhof im sankt-gallischen Ganterschwil keine Seltenheit. Das Kinder-und Jugendpsychiatrische Zentrum beherbergt im Mittel rund 30 bis 34 Kinder und Jugendliche, die unter psychischen Störungen verschiedenster Art leiden. Je nach Schwere ihrer Erkrankung und den Fortschritten im Therapieverlauf verbringen die jungen Menschen zwischen einigen Tagen und mehreren Monaten in der Klinik. Die durchschnittliche Verweildauer beträgt knapp drei Monate. Alle Stationen und Gruppen können geschlossen oder offen geführt werden. Neben der klinischen Betreuung verfügt die Klinik Sonnenhof auch über eine eigene Schule.

Historisch gewachsene Siedlungsstruktur

Am Anfang der über hundertjährigen Geschichte des «Sonnenhofs» stand eine Initiative zur Unterbringung von Waisenkindern an geeigneten Pflegeplätzen. Im Laufe der Jahrzehnte entstand in Ganterschwil ein historisch gewachsener «Wohnheim-Weiler» mit mehreren Gebäuden, die jedoch den heutigen Anforderungen der psychiatrischen Betreuung von Kindern und Jugendlichen nicht mehr vollumfänglich gerecht wurden. Im Jahr 2004 kamen erste Pläne für die Errichtung eines neuen Klinikgebäudes auf den Tisch, das vom Konzept her den aktuellen Erkenntnissen der modernen Kinder- und Jugendpsychiatrie entsprach. Im März 2009 wurde der dreistöckige Neubau, der Minergie-P-Standard erfüllt, eingeweiht und seiner Bestimmung übergeben. Begleitet von Therapeuten, leben die Kinder und Jugendlichen in ihrer Gruppe wie in einer Familie.

Kaba exos 9300 und mehr

In einer psychiatrischen Klinik hat die Sicherheit einen besonderen Stellenwert. Verwaltungsleiter Erwin Geiger: «Unsere Mitarbeitenden müssen sehr schnell einen Gruppenbereich oder sogar eine ganze Etage abriegeln können, wenn ein Problemfall eintritt. Wir sind auf eine Sicherheitslösung angewiesen, die uns diese Flexibilität bietet.» In der Tat seien die Anforderungen an das Sicherheitssystem sehr komplex, meint der Verwaltungsleiter: «Die elektronisch gesteuerten Türen müssen sich von Hand oder mit dem Badge öffnen und schliessen, aber auch mit dem Schlüssel ent- und verriegeln lassen. Hinzu kommt, dass die Türen im Brandfall so lange verriegelt bleiben müssen, bis die Mitarbeitenden diese mittels Schlüssel entriegeln.» Patrick Balmer, Kaba Verkauf Total Access: «Die kontrollierte Notöffnung bei Feueralarm war nur eine von mehreren Herausforderungen, die es bei diesem Projekt zu bewältigen galt. Aber in enger Zusammenarbeit mit dem Kunden wie auch mit dem Kaba Fachpartner SFS unimarket AG, der Erne Consulting AG und dem Amt für Feuerschutz ist es gelungen, eine überzeugende Lösung zu realisieren.» Diese basiert auf Kaba exos 9300. Über dieses System läuft die Verwaltung der Zutrittsberechtigungen und über die Software Polypoint die Arbeitszeiterfassung der Mitarbeitenden. Die Personalausweise produziert und verwaltet die Klinikverwaltung selber.

Der Alltag in einer psychiatrischen Klinik ist manchmal turbulent. Die Leitung des Kinder- und Jugendpsychiatrischen Zentrums Klinik Sonnenhof hat das Menschenmögliche getan und das technisch Machbare umgesetzt, damit in kritischen Situationen alles unter Kontrolle bleibt.